#2: Die häufigsten Probleme in der Selbstständigkeit als Arzt

Shownotes

In der letzten Folge endeten wir mit einem Teaser: Selbstständigkeit ist für Ole nur eine Zwischenstufe. Diese Folge setzt genau dort an – bei der Frage, warum selbstständig zu sein noch lange nicht heißt, Unternehmerin oder Unternehmer zu sein. Und warum aus dieser Verwechslung fast alle typischen Probleme entstehen.

Alice und Ole gehen den Cashflow-Quadranten durch: Auf der linken Seite hängt der Verdienst linear an der eigenen Zeit, auf der rechten nicht mehr. 24 Stunden am Tag sind eine harte Grenze, und irgendwann lässt sich keine Sprechstunde weiter verdichten. Dabei ist keine der vier Stufen Pflicht – man kann auf jeder glücklich werden, solange man weiß, auf welcher man steht.

Die Testfrage dafür ist simpel: Läuft die Praxis auch ohne Dich? Wenn nicht, hängt weiterhin alles an einer Person. Alles bleibt an mir hängen. Ich habe es schon zehntausendmal erklärt. Ich bin der Feuerlöscher für alles, was gerade brennt. Dazu kommt eine unbequeme Rechnung: Praxen mit zehn Angestellten, bei denen am Monatsende ein normales Oberarztgehalt übrig bleibt – Verdienst wie ein Angestellter, Sorgen wie ein Selbstständiger.

Und es geht darum, was hilft: Prozesse statt gelber Zettel. Bewusstes Abgeben statt Augen zumachen. Warum sieben Mitarbeitende die Grenze dessen sind, was eine Person führen kann. Und ein Punkt, über den selten gesprochen wird – wie einsam wichtige Entscheidungen sind, wenn niemand da ist, mit dem man sie durchdenken kann.

Themen der Folge

  • Der Cashflow-Quadrant: vier Stufen, von denen keine Pflicht ist
  • Die Testfrage: Läuft die Praxis auch ohne Dich?
  • Alles bleibt an mir hängen – Perfektionismus und fehlende Prozesse
  • Selbst der Flaschenhals sein: warum jede Entscheidung Energie kostet
  • Abgeben ist nicht Augen zumachen: Budgets, Rollen, Fehlertoleranz
  • Warum sieben Mitarbeitende die Grenze der Führbarkeit sind
  • Allein in wichtigen Entscheidungen – und was dagegen hilft

Erwähnt in der Folge

Der Cashflow-Quadrant nach Robert Kiyosaki

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Transkript anzeigen

00:00:00: Was bleibt am Ende des Monats übrig?

00:00:01: Ein normales Oberarztgehalt.

00:00:03: Die entscheidende Frage läuft, denn die Praxis auch ohne dich!

00:00:07: Natürlich heißt doch viel Verantwortung übernehmen – das muss ja am

00:00:09: Ende lohnen.

00:00:15: Herzlich willkommen in einer neuen Podcast-Polge von Business für Ärzte.

00:00:21: Für alle ärztlichen Kolleginnen und Kollegen, die sich demnächst selbstständig machen möchten oder schon selbständig sind... ist dieser Podcast gedacht.

00:00:29: Wir sprechen rund um Themen wie Marketing, Mitarbeiterführung, Praxisführungen, Finanzen, Themen die man im Studium und auch in der Facharzt-Weiterbildung nicht gelernt hat.

00:00:40: Und heute spreche ich mit Ode über die häufigsten und klassischen Probleme in der Selbstständigkeit.

00:00:49: Ein paar gibt's!

00:00:50: Genau und den letzten Folge haben wir eigentlich über die grundlegenden Unterschiede zwischen Angestelltsein.

00:00:57: Ich gab aber einen wichtigen Punkt, bevor wir über die Probleme sprechen.

00:01:01: Wäre das ja nochmal so ein bisschen über den Wertegang und auch den Cashflow-Quadranten reden damit man versteht warum es wo welche Probleme gibt in der Selbstständigkeit?

00:01:12: Ja oder Max du den Cash flow Quadraten mal vorstellen!

00:01:17: Ja oder ich fange irgendwann an ist eine Reise und ich glaube dass es eigentlich ... aus meiner Sicht das Wichtigste, was man sich dabei immer klar machen muss.

00:01:27: Es ist kein... ... Schulfach oder keinen Fach im Studium, ... ... was man lernen kann, wo man dann seine Prüfung besteht und dann kann man das,... ... sondern dass es Learning by Doing einfach reinspringen.

00:01:41: Und ja, die Manche haben dafür Talent, da geht's dann leichter und schneller, andere müssen sich ein bisschen mehr anstrengen.

00:01:47: Man kann das unterstützen durch Fortbildungen, ... …durch Sich damit beschäftigen aber am Ende dauert es einfach Zeit!

00:01:53: Verweich das auch gerne mit Sport.

00:01:57: Auch da, wenn man also nicht in irgendeiner Sport hat beim Laufen zum Beispiel besser werden will muss man einfach viele Kilometer laufen um besser zu werden.

00:02:03: natürlich kann das helfen Theorie zu lesen.

00:02:06: Man kann sich gute Trainer nehmen und manche sind da einfach talentiert als andere.

00:02:10: alles normal aber am Ende dauert es immer Zeit.

00:02:13: Und ist eine Reise vom Angestellten Dasein wo ja die meisten Staaten über die Selbstständigkeit ins Unternehmertum Und da gibt es noch die vierte Stufe, da kommen wir gleich zu.

00:02:25: Da gibt's ja eine spannende Theorie mit dem Cash-Locker dranden und vielleicht möchtest du dir ein bisschen zerjeter vorstellen?

00:02:34: Ja sehr gern!

00:02:35: Also ähnlicherweise das allererste Mal dass ich von diesem Begriff gehört habe ist von Robert Kiyosaki.

00:02:41: Das ist sozusagen in der In der Verdienstmöglichkeit zwei verschiedene Seiten gibt einmal die linke Seite, wo man im angestellten oder selbstständigen Verhältnis ist und dann die rechte Seite.

00:02:53: Wo es um das Unternehmertum geht oder im Investmentbereich.

00:02:58: Und die Grundaussage ist dass das was du verdienst auf der linken Seite also angestellt oder selbstständig, linear ist zu der Zeit die du investierst.

00:03:07: Während du auf der rechten Seite sprich wenn du ein Unternehmen führst oder mehrere MVZs betreibst beispielsweise oder eine Klinik leitest bzw.

00:03:17: Selbstinvestition tätigst das es dann nicht mehr abhängig ist von der Zeit, die du investierst.

00:03:22: Und ich glaube es ist sehr verpönt in der Medizin über Verdienstmöglichkeiten zu sprechen und man tut das nicht nur sehr ungern, sondern manchmal sind da auch ganz falsche Zahl Datenfakten im Raum oder auch andersrum, die wenigsten sprechen noch über ihre Struggles.

00:03:36: Trotzdem sollte man wissen dass es diese zwei Seiten gibt und wenn jemand selbstständig ist er oder sie nicht automatisch ein Unternehmer oder eine Unternehmerin.

00:03:45: Das wird sehr häufig verwechselt und dadurch arbeitet man eben entsprechend mit den falschen Erwartungen, würde ich eigentlich sagen an das was ein Output rauskommen sollte.

00:03:58: Und dafür sind wir auch hier offen über Zahlen und Geld zu sprechen und das Verhältnis dazu weil am Ende klar, wir haben alle eine Vision als Ärzte, darum sind wir in der Gesundheitsbranche aber am Ende möchten noch alle Geld verdienen Manche mehr, manche weniger natürlich und für jeden ist das auch einzig gewichtet.

00:04:18: Und das ist doch für jeden immer richtig?

00:04:20: Das ist auf der einen Seite klar.

00:04:22: Auf der anderen Seite muss man auch über solche Themen sprechen weil gerade – und da kommen wir nachher noch zu – wenn es dann um Selbstständigkeit oder im Unternehmertum geht hat man eben auch viel Verantwortung für andere und da spielt das Geld eine viel wichtige Rolle als Angestellter, wo es nur darum geht.

00:04:37: Ich möchte dann am Studium mein erstes Geld verdienen um meine Wohnung bezahlen zu können.

00:04:41: Absolut!

00:04:42: Und ich glaube der Punkt ist aber ganz ganz wichtig.

00:04:43: zum CashLock Quadrant, das kann man sich als Vier-Eck vorstellen oder als Quadratvorstellen mit vier Feldern.

00:04:50: Wo man eben wie du sagst ist auf der linken Seite es ist abhängig von der eigenen Zeit und ich merke mir dass man mit selbst umständlich der Selbständige der kann das immer nur alles selber machen und er macht auch die ganze Zeit.

00:05:02: Und das entscheidende ist wie das immer bei linearen Dingen ist Es hat irgendwann ein Ende nämlich Die Zeit ist natürlich endlich.

00:05:10: Man hat bloß hier in zwanzig Stunden am Tag Und irgendwann kann man nicht mehr selber mehr Patienten behandeln oder man kann nicht schneller arbeiten.

00:05:18: Man kann das alles optimieren, man kann seine Sprechstundenzeiten erhöhen und man kann die Zeit pro Patient reduzieren und aber irgendwann geht es einfach nicht mehr.

00:05:25: Es ist nicht möglich!

00:05:28: Auch das kann ein schönes Ergebnis im Übrigen sein, also es heißt nicht dass man alle diese vier Stufen durchlaufen muss.

00:05:33: Man kann auch sagen ich bin ein glücklicher Angestellter Chefarzt oder auch ein glücklich angestellte Facharzt mit vielen Vorteilen.

00:05:41: Man kan ein glucklich selbstständiger Praxisinhaber einer Einzelpraxis sein wo man selber ist mit seinen zwei drei Mitarbeitern und da auch in beiden Fällen sehr gutes Geld verdienen.

00:05:53: aber dann sagt man will noch mehr ... zu verstehen als Erfahrung oder noch mehr Geld... ...oder noch mehr Nervenkitzel, oder Abenteuer.

00:06:03: Es gehört alles dazu.

00:06:04: und dann wechselt man auf die rechte Seite wo es eben um das exponentielle Wachstum geht was dann unabhängig von der eigenen Zeit ist.

00:06:11: Und klar das geht nur über angestellte Mitarbeiter im Schritt des Unternehmertums.

00:06:17: Man kann sich das wie in der Klinik vorstellen.

00:06:19: Ich habe dann die Oberärzte, die dann wiederum eigenen Teams leiten.

00:06:23: und wenn man sich jetzt vorstellt dieser Kliniker hat einem selber im Sinne einer großen Praxis, dann verdient er diese eigenen Teams.

00:06:29: Die verwalten es selber, die verdienen selber Geld und es ist letztendlich unabhängig von dem was ich als Inhaber oder Unternehmer ... Zeitlicht-Tour im besten Fall.

00:06:40: Und dann kommt man auch wieder raus aus dem selbstumständig, weil man in bestem Fall wenn man ein gutes Team hat das man dann gut aufgestellt hat fast kaum noch Zeit im Unternehmen selber verbringt.

00:06:51: Man arbeitet dann viel am Unternehmen aber nicht mehr im Unternehmen mit.

00:06:55: Genau die letzte Stufe des Investorenthema erselten oder erwähne ich in der Medizin auch gerade dass Ärzte das machen, aber das wäre dann aus Erzsicher sich gesehen.

00:07:08: Objekte in Immobilien, in andere Praxen.

00:07:12: Gut ist das gibt es nicht so viel.

00:07:13: vielleicht ein anderer Unternehmen und da macht man halt nichts anderes außer Geld zu geben in der Hoffnung oder eine Erwartung dass sich dieses Geld dann mehr oder weniger von alleine vermehrt nur dass man selber in irgendeiner Weise da relevant Zeit reinsteckt.

00:07:27: Das ist übrigens auch sehr spannend weil ich habe das Gefühl dass viele Kolleginnen und Kollegen sagen Ich muss ja einfach nur investieren und dann wird das schon sich vermehren, wenn man aber nicht weiß, worin man investiert und worauf man achtet oder achten sollte.

00:07:43: Dann ist die Wahrscheinlichkeit dass es ein Fehlinvestment ist deutlich höher.

00:07:47: und vielleicht kommen wir da auch wieder zu... Wann kannst du denn etwas unternehmerisch beurteilen?

00:07:52: Wenn du sozusagen selber Unternehmerinnen oder Unternehmer bist und wann bist du's nicht sondern bist eher ein klassischer selbstständiger oder eine klassische Selbständige?

00:08:02: Die zentrale Frage mich, wenn ich manchmal mit ärztlichen Kolleginnen und Kollegen spreche die eben bei uns auch das Coaching durchlaufen oder sich bei uns melden.

00:08:10: Die entscheidende Frage läuft denn die Praxis auch ohne dich.

00:08:14: Wenn sie das nämlich nicht tut dann ist man noch nicht in der nächsten Stufe weil alles hängt wirklich an einem selbst.

00:08:22: und dann starten wir mal mit so ganz klassischen...

00:08:24: Das ist ja die meisten Praxen,

00:08:26: muss

00:08:26: man sagen.

00:08:26: also das ist normal es ist ja auch nichts Schlimmes das ist ja das was ich meinte diese einzelnen Stufen Die sind nicht... Also ist nicht zwingend, dass man sagt, man muss das leider bis zum Ende irgendwie gehen.

00:08:38: Dass es erstrebenswert sondern jede Stufe kann für sich seine schönen Momente haben oder man kann da auch ewig auf so eine Stufe verweilen weil man sagt damit bin ich happy.

00:08:49: Das ist vielleicht glaube ich Ganz wichtig so vom Verständnis.

00:08:51: Genau, aber du kannst dir in der Selbständigkeit ein Konstrukt aufbauen als wäre es ein Unternehmen und das er schafft dir sehr viel Entlastung.

00:09:00: freizelt wie du auch schon mal eine Erfolge vorher gesagt hast Du kannst dann wieder krank sein, du kannst auch mal Urlaub haben ist alles ohne dich möglich.

00:09:08: Und das ist das häufigste Problem in der selbstständigkeit dass die Kolleginnen und Kollegen berichten Es läuft nichts ohne mich, ich muss immer einspringen.

00:09:16: Ich habe es schon zehntausendmal erklärt.

00:09:18: nach einer Woche hab' ich das Gefühl die Leute haben's wieder vergessen.

00:09:22: oder wenn ich denen eine neue Aufgabe gebe dann fällt irgendwie das von der letzten Woche hinten rüber und ich kriege es... ich krieg's einfach nicht hin!

00:09:32: Das ist so das Thema und das begleitet die meisten ganz davon.

00:09:36: Abgesehen ist das Thema Mitarbeiterführung auch nochmal klassisches Problem dass die meisten kommen und sagen Ich hätte gerne eine Gehaltserhöhung oder ich hatte mehr Urlaubstagegerne.

00:09:46: Oder das sind gar nicht meine Aufgaben, oder sie kündigen und man ist deswegen der Feuerlöscher weil es an allen Ecken und Enden in der Selbstständigkeit brennt so!

00:09:59: Und dann muss sich das am Ende ja auch lohnen den Einsatz, den man macht etwas, was glaube ich häufig unterschätzt wird.

00:10:08: Und was wir auch häufiger schon gesehen haben sind die Leute mit zehn Angestellten in der Praxis oder zwei angestellte Ärzten und was bleibt am Ende des Monats übrig?

00:10:16: ein normales Oberarztgehalt?

00:10:18: Da muss man sich auffragen ist das jetzt ein Unternehmer, dein Selbstständiger?

00:10:22: und Antwortleute eigentlich nein Es ist vom Verdienst ein Angestellter, aber mit all den Sorgen und Problemen eines Selbstständigen.

00:10:29: Und da muss die Relation auch stimmen weil natürlich heißt auf viel Verantwortung übernehmen.

00:10:33: das muss ja am Ende lohnen aus.

00:10:35: also zum einen man braucht irgendwelche Puffer die man sich für die schweren Zeiten hat und man muss halt irgendwie für das Ganze finanziell entschädigt werden.

00:10:48: Ich würde das gerne so blöcken mal aufteilen, damit wir die einzelnen durchgehen.

00:10:51: Also typische Probleme sind alles bleibt an mir hängen wenn wir das hören was für eine in Anführungszeichen Diagnose würdest du denn?

00:11:00: oder anders von was für anderen nestische Fragen stellst du?

00:11:03: und welche Diagnosis ist es dann am ehesten wie du da bei den Personen stellst?

00:11:07: Ja ich würde sogar sagen ist ein klassisches Arztthema man selbst kann es immer am besten.

00:11:13: Wir wurden aus meiner Sicht im Studium als Ärzte und Ärztinnen dazu ausgebildet, dieses Selbstverständnis zu haben.

00:11:20: Und das ist glaube ich für den Patientenalltag auch sehr wichtig, dass wir das haben.

00:11:24: Man muss ja mit sehr viel Selbstvertrauen in die Patientinbehandlung gehen.

00:11:29: Ich selber kenne das vom Begeblegen noch... Das war immer als Piotler.

00:11:34: konnte man dann früher einmal sagen naja, wenn ich das nicht inkriege, nicht schlimm, da macht es der Schatzonsarzt dass man dann selber der Stationsarzt war oder der verantwortlich wusste, es gibt jetzt keinen mehr da drüber.

00:11:43: Ich muss diese Vigo in diesen Patienten kriegen und das hat ja dann immer geklappt am Ende des Tages.

00:11:47: Wir haben als Biogladern jede Dritte- oder vierte Vigo einfach ablegen konnte.

00:11:52: Und dieses Mindset ist sehr schwierig wieder rauszukriegen und das ist aber gerade in der Selbstständigkeit eine Mischung aus... Es ist notwendig, dass es alles funktioniert und gleichzeitig ist das aus meiner Sicht der größte oder das größte Problem, dass man selber nicht weiter kommt.

00:12:10: Weißt du wie viel Du das siehst von der Bittigkeit?

00:12:13: Voll!

00:12:14: Ich glaube da spielt noch das Thema Perfektionismus viel rein.

00:12:17: also dass man sagt bevor jemand anderes das mit Fehlern macht mach lieber ich es weil dann kostet es mich weniger Zeit das zu erklären und ich ärger mich nicht und muss es dann nicht... trotzdem selber machen.

00:12:28: Da ist übrigens auch das erste Learning, dass wir gerne mitgeben Prozesse, also sprich standardisierte Abläufe... SOPs kennen wir natürlich alle!

00:12:35: Aber dass die auch wirklich gelebt werden in der Praxis sehe ich nahezu bei niemandem am Anfang.

00:12:42: Das sind dann diese schönen gelben Zettel, die überall kleben.

00:12:45: Wenn es ... wenn bei dem Patient das gemacht wird, dann bitte immer daran denken und dann hast du eigentlich Tausende von Zetteln.

00:12:51: Macht man's aber richtig gut?

00:12:53: Wird alles standardisiert oder mit Checklisten versehen im Idealfall eigentlich gar nicht mehr drüber nachdenken.

00:12:58: Viele Praxissoftware-Systeme arbeiten ja auch so, dass man die Sachen aktiv weglegt und da ist ein super großer Hebel weil wenn man feststellt das ein Fehler immer wieder auftritt dann ist es etwas was standardisiert werden muss und dann kann ich einmal perfektionistisch sein und danach ist das aber an das System oder in den Prozess abgegeben.

00:13:16: Das würde ich jetzt nochmal so ergänzen.

00:13:20: Kommen wir zu einem zweiten Thema und zwar selbst der Flaschenhals sein, also dass man Sachen freigeben oder die Verantwortung dann oder die Entscheidung trifft.

00:13:31: Wie siehst du das bei Ärztinnen und Ärzten?

00:13:36: Ja, inhaltlich gehört ja viel.

00:13:39: damit zum ersten Thema, dass man es selbst am besten kann – und klar was ich selbst am Besten kann will ich nicht abgeben!

00:13:44: Ich will, dass jede Info über meinen Schreibtisch läuft.

00:13:49: Ich finde, das ist in der Praxis ja auch irgendwo verständlich.

00:13:51: Das ist ja auch mein Geld!

00:13:52: Also ich möchte wissen kaufen jetzt die Mitarbeiter den teuren Toner oder den günstigen Toner vom Drucker... ...kaufen sie das teure oder das günste Kulettenpapier?

00:14:02: Das sind ja die kleinen Dinge am Ende des Tages, die einen häufig viel mehr stören als die großen.

00:14:07: Es sind aber auch die kleinen Dinge, die einem vielmehr zum Flaschenhals haben.

00:14:10: Es gibt hier die Theorie dass ein Mensch am Tag eine gewisse Anzahl von Entscheidungen treffen kann.

00:14:15: Wie zehn Tausend habe ich jetzt im Kopf.

00:14:16: Ich weiß nicht, ob das stimmt aber de facto ist es... Man hat eine gewisse Anzahl von Entscheidungen und je Und das ist infanzib egal, ob es kleine Entscheidungen sind.

00:14:26: Welche Socken ziehe ich heute an?

00:14:27: Welche Schuhe zieh ich dazu an...

00:14:29: Da fängt's nämlich

00:14:31: schon an!

00:14:31: Da stellt man die ersten Entscheidungen nach dem Aufstehen.

00:14:33: Darum gibt es ja Routinen.

00:14:34: Ich gehe jeden Morgen putzen mit die Zähne und mach mich irgendwie im Bad fertig.

00:14:38: Das ist immer eine Routine.

00:14:39: da denke ich nicht nach und treff keine Entscheidung wenn ich jeden morgen entscheiden müsste ob ich mir welche Frisur mache dass das kostet schon Energie.

00:14:46: und diese Entscheidung.

00:14:47: Und dann am Ende ist es nämlich egal auch mal dieser Entscheidung trifft die zu Alltagstrivia sind oder ob ich danach die Investition über fünfzigtausend Euro in ein Praxisgerät stecken muss.

00:14:57: Es ist auch nur eine Entscheidung am Ende des Tages, die mich als Mensch mehr oder weniger gleiche Energie kostet und darum ist man schnell der Flaschenhals weil man sich dann zu viele Entscheidungen selber bei sich behält.

00:15:12: um dieses Thema jetzt wieder auf die Praxis zu beziehen das ... der Drucker-Toner zum Beispiel, wenn ich den jetzt kaufe.

00:15:19: Ja es kann sein... Ich finde ihn günstig, weil ich bin sehr motiviert als Praxisinhaber,... ... da den möglichst lange Internetrecherche zu betreiben.

00:15:28: was ist jetzt das beste und günstiges?

00:15:29: und wie auch immer.

00:15:30: Aber am Ende verliere ich dabei ja sehr viel Zeit... ...und habe meine mein Kopf voller festen Entscheidungen.

00:15:36: oder ich gebe diese Aufgabe eben meinem Team, meinen Mitarbeitern und vertraue ihnen dass sie die richtige Entscheidung treffen.

00:15:44: Das ist sehr, sehr schwierig natürlich.

00:15:46: Gerade zu Beginn man muss das lernen... Man kann das aber auch lernen!

00:15:50: Das ist die gute Nachricht.

00:15:51: Es ist jetzt nicht typenabhängig sondern es ist einfach ein Prozess der man lernen kann.

00:15:57: und natürlich kann man den Mitarbeiter schulen, kauft den Toner von der Firma sowieso lieber, er ist günstiger auf dies oder man sagt einfach den Mitarbeitern, kauf den möglichst günstigen Toner, die du findest, der in dieses Druckermodell passt diesen Mitarbeiter vertrauen.

00:16:11: Das heißt halt auch, ich packe die Symptome nicht aus und ich ronde ihn auch nicht selber in den Drucker.

00:16:17: das macht dann alles der Mitarbeiter und ich vertraue ihm einfach dass er eine gute Entscheidung getroffen hat und die kann ich selber nicht mal zwingend überprüfen ob das die richtige ist.

00:16:26: aber erst dann bin ich nicht mehr der Flaschenhals in meiner Praxis beispielsweise.

00:16:31: Ich würde da gerne eingreifen aus zwei Gesichtspunkten also.

00:16:34: erstens Kenne ich auch die andere Variante, dass manche Personen überhaupt gar keine Ahnung haben was da eigentlich bestellt wird und dann sagen.

00:16:41: Ich vertraue ein Geber ab und das sind die Leute in der Regel sich ganz wenig mit den Finanzen beschäftigen und am Ende des Monats mit so einem unguten Gefühl daher kommen warum sie sich auch bei uns melden nach dem Motto irgendwie glaube das ist hier nicht so richtig wirtschaftlich aber ich kann es nicht so genau fassen.

00:16:58: So, und das sind dann die, die auch gerne abgeben.

00:17:00: Und das zweite ist auch das Abgeben kann ja ein Prozess oder Teil eines Prozesses sein, dass ich ganz genau definiere, ab welcher Summe werde ich kontaktiert.

00:17:09: Ich habe einen Finanzplan – das haben auch die meisten nicht – und wo sind welche Budgets freigegeben?

00:17:14: Wer darf was bestellen?

00:17:15: Also das heißt eine Rollenbeschreibung für die Mitarbeiterinnen.

00:17:18: Manche haben sehr gute leitende MFAS- oder Praxisorganisatorinnen, die dann entsprechend wissen, was wiewo bestellt wird.

00:17:25: Wir reden jetzt gerade auch nicht von Standardsachen jeden Monat aufs Neue anfallen, wo ich genau weiß.

00:17:30: Ich bestelle es bei der Firma, sondern es sind so ein bisschen ad hoc

00:17:32: Sachen.".

00:17:34: Aber auch dafür – das ist dann das zweite was wir machen – wir verschaffen uns einen Überblick über die Finanzen und auch wer für etwas zuständig ist.

00:17:41: Und das ist ja auch sehr eng gekoppelt dann an den Finanzplan der Praxis.

00:17:44: Also das wäre noch so ein Learning, dass sich mitgeben würde.

00:17:46: aber klar man muss es auch abgeben können nachdem man das mit dem Budgets und mit den Prozessen auch definiert hat?

00:17:53: Ja wobei ich dann präzisieren möchte Es ist ein Unterschied, ob man abgibt und sein Mitarbeiter vertraut oder ob man das Stura zu bisschen geschildert die Augen zumacht.

00:18:05: Ja Und sagt Das wird schon oder macht was ihr wollt?

00:18:09: Das ist eine ganz große unterschied und du hast recht Man kann das z.B über bg steuern.

00:18:13: jetzt aus finanzieller Sicht dass man sagt bis zum gewissen Rahmen können sie frei agieren.

00:18:18: aber ich gebe diesen Rahmen vor.

00:18:21: es hat viel mit den Schulungen der Mitarbeiter zu tun, wie man selber mit denen agiert und wie viel Fehler-Toleranz man den Mitarbeitern auch zugesteht.

00:18:32: Das ist ein sehr wichtiger Punkt denn es gibt einen Unterschied.

00:18:37: ob die wissen ja er kriegt schon mit was ich so mache vertraut mir.

00:18:43: aber dann sind das in der Regel auch eine sehr gute Entscheidung die die Mitarbeiter treffen.

00:18:48: ... weil sie auch wissen, okay ich kriege im Zweifel dafür dann auch einen Lob oder... ... ich habe diese Form der.

00:18:56: Ich kann selber Dinge entscheiden.

00:19:01: Dieses Vertrauen zahlen Mitarbeiter dann in der Regel immer zurück.

00:19:06: Andersrum sieht es aus wenn jemand die Augen zu macht und das ist ja ganz normal wie jeder Mensch.

00:19:10: Denken sich die Mitarbeiter, dem ist das egal.

00:19:13: Dann ist mir das auch egal was ich bestelle?

00:19:16: ... kauft dann halt immer das erstbeste ... ... Angebot, anfingstrichen Angebote.

00:19:22: Und es ist da gar nicht das richtige Angebot.

00:19:24: oder in der Verzendenbehandlung ... ... der interessiert sich eh nicht dafür wie ich die Verzellenbehandel also muss ich mir damit auch keine Mühe geben und das ist ein großer Unterschied.

00:19:33: Also das Augen zu machen?

00:19:35: Das meine ich nicht!

00:19:36: Ich meine das bewusste abgeben...

00:19:39: Ich habe's natürlich jetzt noch extra dargestellt.

00:19:41: wir werden auch die eine oder andere Person haben, die zuhört und die Augen manchmal oder so viel zu häufig zumacht.

00:19:48: Das ist immer ein bisschen zugespitzt dargestellt.

00:19:53: Aber das kann man ja lernen, das ist ja der Schöne dabei.

00:19:55: Keiner wurde so geboren und dann kann das alles lernen?

00:19:58: Das

00:19:59: stimmt!

00:19:59: Und ich kann da auch übrigens sehr animieren, genauso wie es uns und mir ja auch nicht klar gewesen ist am Anfang der Selbstständigkeit.

00:20:07: Was alles Geld kostet und wie häufig sich das Finanzamt meldet?

00:20:10: Wie viele Vorauszahlungen man macht und dass man das gefühlt hat?

00:20:13: Man hat so gerade einen Polster aufgebaut und schon ist das wieder weg durch irgendwelche neuen Zahlung die man tätigen muss.

00:20:19: Genauso wissen das die Angestellten hier auch nicht!

00:20:22: Viele arbeiten sehr intransparent in meinen Augen weil man redet nicht über Finanzen, man redete nicht über Zahlen.

00:20:28: Sobald man aber mal den Mitarbeitenden auch sowas klar macht wie ja, dein Bruttogehalt ist dein Bruttagehalt.

00:20:33: Aber da kommen nochmal Arbeitgebernehmkosten dazu und wahrscheinlich wird die eine oder andere Person denken was?

00:20:38: Arbeitgebernähmkosten noch nie gehört dann bist du wahrscheinlich selbst noch nicht selbstständig sondern angestellt.

00:20:43: Ja jeder Mitarbeiter kostet mehr als das was auf dem Bruto Zettel drauf steht.

00:20:49: also das bedeutet wenn die Mitarbeitende das wissen haben sie auch die Möglichkeit, aktiv mitzudenken und dann sind sie nicht in so einer.

00:20:57: nach außen denken man immer ah das läuft so toll und so gut.

00:21:00: Man kann da mehr Transparenz schaffen was in meinen Augen viel förderlicher ist und das erlebe ich auch bei Social Media dass dieses sehr ehrliche authentische ja gerade gewollt ist weil das andere hat hier dazu gefühlt als Menschen Sachen verherrlichen die sich am Ende nicht so toll herausstellen und am ende sollen ja auch dieselbständig sein die gerne selbstständig sein möchten und nicht diejenigen, die nur denken.

00:21:22: Es wäre toll weil es hat eben auch seine Nachteile.

00:21:26: Aber da kommen wir im Laufe der nächsten Folgen.

00:21:28: Absolut!

00:21:29: Das Thema vertiefen wir noch mal.

00:21:30: Wir können ja dann auch in den letzten Block in meinen Augen zum Thema Mitarbeitende kommen.

00:21:34: also fast alle die in der Selbstständigkeit sind haben ja Mitarbeiter oder Mitarbeiter und ein klassisches Problem ist ja, das ist ja auch normales mit jedem Problem kommen die Menschen zu einem Selbstseines, die Patienten oder die Mitarbeitende.

00:21:51: Und dass man da ganz schön schnell überfordert ist, unglücklich irgendwie ist und merkt ich kriege es irgendwie nicht hin.

00:21:59: Ich weiß auch gar nicht wie das funktioniert in der Mitarbeiterführung.

00:22:02: Würde ich sagen is ein ganz, ganz häufiges Thema.

00:22:04: was glaubst du woran das liegt?

00:22:08: Auch das hat zum einen aus meiner Sicht mit den Anzahl der Entscheidungen zu tun, die ich pro Tag treffen kann.

00:22:14: Man sagt ja, dass man selber nur sieben Mitarbeitende führen kann.

00:22:20: Das klingt jetzt für den normalen Einzelpraxis, reicht das völlig aus?

00:22:23: Da gibt es die Praxisinhaberin und dann nicht vier, drei, vier MFAs und vielleicht noch eine Aushilzkraft, eine Putzhilfe, eine Kosmetik ranieren nach Borsche – und dann war's das!

00:22:35: Das ist eine Standard-kleine Praxis.

00:22:37: Das funktioniert sehr gut.

00:22:38: Es sind halt weniger als sieben Leute.

00:22:41: Man darf aber nicht vergessen sieben Leute und dann kommt aber noch die Familie hinzu.

00:22:44: Und noch viele andere, das ist nicht nur die sieben Berufsleute Aber gerade in größeren Praxen ist es schon ein Riesenproblem.

00:22:53: Und dann gilt es da gute Teamherarchien aufzubauen dass ich sagen kann, es gibt in dieser Zwischenebene nicht selber kommuniziere halt mit maximal sieben.

00:23:01: Das sollte das Ziel sein und da kann mal jeder für sich selber durchzählen wie er das so kennt aus seinen Abteilungen, wie schnell man über diese sieben kommt, wie wenig Menschen das eigentlich sind was das eben auch bedeutet wie gut man dann jeweils mit diesen sieben Personen kommunizieren muss zusammenarbeiten muss um das überhaupt noch bewältigen zu können weil am Ende Gerade bei der Selbstständigkeit, man ist ja dann auch für alle Probleme verantwortlich.

00:23:29: Man ist ja der, der es theoretisch lösen könnte und da muss man sich gerade wenn's mehr sind Wege überlegen wie auch mitarbeitende untereinander oder das Team mit sich selber Probleme löst.

00:23:43: Da kommt wieder das Thema Teamvertrauen was wir schon so ein bisschen hatten auch da die Augen nicht zu machen sondern wirklich aktiv Steuern ohne selber agieren zu müssen.

00:23:50: Ich habe da letztens einen sehr schönen Negativ-Satz mitbekommen, ich sage jetzt auch gar nicht von wem weil die Person wird wahrscheinlich auch mal zuhören und zwar der Chef hat drei nachteilige Eigenschaften was Personalführung angeht.

00:24:05: und am Ende hat jeder Chef oder jede Chefin am Anfang zumindest Personalführungen sofern es nicht abgegeben wird.

00:24:10: Die Person kann nicht klar kommunizieren, die Person kann keine Entscheidung treffen und nicht delegieren.

00:24:16: Das ist eine absolute Vollkatastrophe, wenn man mit mehreren Menschen zusammenarbeitet.

00:24:20: Weil das macht auf allen Ebenen unglücklich.

00:24:22: Das heißt die Person geht am Ende Mikromanagement betreiben mehrere Arbeiten an den gleichen Themen weil nicht sauber kommuniziert wird und gerade was Entscheidungen angeht.

00:24:32: Menschen brauchen eine klare Richtung und selbst wenn sich diese Richtung als fehlerhaft in Anführungszeichen herausstellt so ist man zumindest diesen Weg gegangen.

00:24:40: ich finde es gibt nichts anstrengendes als Nicht zu wissen Erstens, wann wird denn eine Entscheidung getroffen?

00:24:47: In welchem Prozess befinden wir uns?

00:24:48: und dieses Unglücklichsein schlägt sich dann durch schlechte Ergebnisse nieder weil die Leute nicht mehr motiviert sind.

00:24:54: Dann wenn eine Person unmotiviert ist bemerken das unmittelbar auch die anderen in der Praxis.

00:24:59: also es ist ein bisschen wie man infiziert sich gegenseitig und das führt dann zu schlechten Arbeitsergebnissen.

00:25:06: diese schlechten Arbeitsergebnisse, sehr unzufriedene Patienten und zufriedene Mitarbeiterinnen.

00:25:10: Dann wird man selber auch unzufrieren.

00:25:11: Und das ganz schnell zu erkennen, schnell gegenzusteuern funktioniert nur indem er ein aktiv Gespräch mit seinen Mitarbeitenden führt.

00:25:18: Und da würde ich sagen, dass sind Fehler den die meisten haben.

00:25:21: Die machen es nur mit arbeitenden Gesprächen wenn es ein Problem gibt.

00:25:26: aber wir wissen selbst kann jeder mal in sich hinein hören wann werden denn Probleme angesprochen?

00:25:32: bei dem Chef oder Überhaupt, wann spricht man Probleme an?

00:25:37: Nicht wenn man sie zum ersten Mal bemerkt hat.

00:25:40: Sondern eigentlich, wenn man es fast nicht mehr aushalten kann – das ist eigentlich schon zu spät!

00:25:44: Und um das zu umgehen haben wir und empfehlen wir auch immer allen Kolleginnen und Kollegen, die mit uns arbeiten, regelmäßige Checks in check inszumachen.

00:25:52: Das zu dokumentieren und da auch nach einem ganz spezifischen Prozedere also auch das in Anführungszeichen standardisiert.

00:26:01: Darum auch nur sieben Mitarbeitende, die man haben sollte.

00:26:04: Weil das kostet richtig Zeit und das muss es auch kosten.

00:26:09: Das ist wichtig.

00:26:11: Ja also das könnt ihr ja für euch mitnehmen.

00:26:14: wenn ihr mit euren Selbstständigen unzufrieden seid dann könnt ihr mal andersrum... Wenn ihr mit eurem Mitarbeitenden unzufrieren seid so rum dann könnt Ihr mal überlegen vielleicht sind die Mitarbeiter dann auch gerade mit euch unzufreden.

00:26:25: Kritik an einen selbst oder Feedback anzunehmen ist in der Medizin auch super schwierig.

00:26:31: Das werden wir mal eine andere Folge zu machen, was Feedback angeht.

00:26:36: Ich lass es mal so stehen.

00:26:37: also vielleicht habt ihr diesen Impuls jetzt auch schon mitgenommen?

00:26:39: Wir haben ja über ein paar zentrale Schwierigkeiten und Herausforderungen in der Selbstständigkeit gesprochen.

00:26:44: Hast du jetzt noch Punkte die du ergänzen möchtest oder dir noch einfallen?

00:26:50: Ja ich habe mich noch.

00:26:52: und zwar man isst häufig allein in den wichtigen Entscheidungen.

00:26:56: Und das ist sehr, sehr schwierig denn klar im Team und wenn man einen Partner hat also sei es jetzt Geschäftspartner oder privaten Partner mit dem man Entscheidung besprechen kann hilft das sehr weil allein dass darüber reden lässt ein meistens schon die Entscheidung treffen oder zumindest deutlich klarer werden.

00:27:18: Das sehe ich als großes Problem.

00:27:24: In vielen Praxen sind da ziemlich ähnlich.

00:27:27: Es ist nämlich häufig so, tatsächlich wenn die Frau, also die Ärztin in der Praxis selbstständig ist dann kümmert sich der Mann häufig um die Praxisverwaltung mit auch wenn er überhaupt nichts mit Medizin oder so zu tun hat und andersrum.

00:27:40: wenn der Mann in der praxis ist kümmern sich die frau-häufige Personalthemen in derpraxis mit auf wenn sie gar nicht sonst beruflich damit zu tun hat.

00:27:47: Und das sind Themen, auch die Praxis bleibt ja nicht in der Praxis und man schließt sie ab fährt nach Hause und hat nichts weiter mitzutun.

00:27:53: Die wird mit nach Hause genommen, die Probleme werden mit nachhause genommen.

00:27:57: wenn man da einen Partner hat über den man überall sprechen kann und der ein Zweifel unterstützt hat ist es natürlich super hilfreich selbst wenn der Partner das vielleicht nicht so... ... viel machen kann, weil er jetzt aus welchem nur noch immer die Ausbildung oder so nicht hat.

00:28:11: Oder die Lust allein darüber zu reden macht viel aus und ansonsten muss man sich, ich sage mal entweder eben Praxisteam selber Hilfe holen.

00:28:19: auch das geht.

00:28:19: Man kann seine vertraute MFA dort haben, die schon... ... also nicht dreißig Jahre Ruhserfahrung hat und einfach sehr, sehr viel weiß.

00:28:29: Und einen ja da gut unterstützen kann in vielen Entscheidungen... ...und einfach als Sparringspartner dienen kann gerade wenn man frisch anfängt oder man holt sich eben professionelle Hilfe.

00:28:38: Und das kann der Steuerberater sein.

00:28:40: Das kann ein Coaching sein, dass das kann einem Podcast dahinten mal zuhört.

00:28:46: Da gibt es verschiedene Möglichkeiten aber das halte ich noch für sehr wichtig so dieses allein dieses Alleingefühl bei wichtigen Entscheidungen.

00:28:55: Voll!

00:28:56: Das lebt sehr und das kostet sehr, sehr viel Energie.

00:28:59: Ich will da noch als schöne Anekdote reinbringen ich hatte vor kurzem ein paar sehr positive Rückmeldung in Anführungszeichen großen Entscheidungen von zwei verschiedenen Ärztinnen die ich jetzt separat begleite.

00:29:13: Und für mich war es eigentlich was Bananes in Anführungszeichnen weil ich durch diese Erfahrung weiß Ja, ist offensichtlich aber für die beiden nicht.

00:29:22: Einmal ging es um die Miete also sozusagen Praxisräumlichkeitswechsel.

00:29:26: kann ich mir das leisten ja oder nein?

00:29:27: und natürlich man überlegt unterschreibt mein jetzt ein Mietvertrag für so und so viele Jahre?

00:29:31: bei der Summe werde ich das schaffen.

00:29:34: Ich hab auf jeden Fall gesagt nicht machen, weil es ging tatsächlich um eine Ärztin die neue Räumlichkeiten gesucht hat und der Vertrag sollte auf fünfzehn Jahre gehen.

00:29:45: Und sie war lange am Hin- und Herüberlegen aber es hatte einfach vom Budget her... Also Sie hätte es geschafft oder was hätte sie zerrissen?

00:29:54: Ja, sie hatte mich im Nachgang nochmal kontaktiert und gesagt, sie ist so glücklich dass ich ihr geraten habe es nichts zu machen weil ihr Mann und sie haben viele, viele Nächte darüber diskutiert.

00:30:04: Und eigentlich hatte sie ein ungutes Gefühl dabei dieses Finale Nein von jemand anderem zu hören.

00:30:09: Ehrlicherweise ich sage meistens gar nicht nein sondern ich lasse die Person selber die Argumente herbeiführen damit es klickt macht.

00:30:17: Das Nein kam dann am Ende eher vom von ihr welche gesagt, mal guck mal geht das denn auf?

00:30:22: Wenn du es so und zu rechnen.

00:30:23: Das willst du denn so viele Stunden arbeiten kannst du dir vorstellen wenn es nicht aufgeht auch den Samstag zu öffnen kannst du das mit deinem Privatleben vereinbaren.

00:30:30: und dann kamen so viele Nains dass ich dann gesagt habe gut wenn ich so viele Neins höre dann liegt doch die Antwort auf der Hand.

00:30:35: oder da meinte sie ja du hast vollkommen recht.

00:30:38: Und jetzt hat sich das bestätigt, andere Räumlichkeiten deutlich besser.

00:30:42: Da musste ich eben in Anführungszeichen schmunzeln – weil für mich war es offensichtlich für sie nicht, aber es hat ihr so viel Allereichterung gebracht.

00:30:48: und bei einer anderen Person ging es um ... Kann ich es mir leisten, die nächste Mitarbeitner einzustellen?

00:30:55: Ja oder nein.

00:30:56: Auch wieder das gleiche Thema gerade wenn's um Finanzen geht.

00:30:59: Das ist aber viel Übung!

00:31:00: Das kann man erlernen und da kann ich sagen du bist Mindsparing-Partner wenn es um Finansen geht.

00:31:05: also egal wo man ankommt in seiner Karriere... Es ist gefährlich Entscheidungen komplett allein zu treffen und ich würde auch immer animieren, sich da noch mal nicht nur eine Nacht sondern eine zweite Meinung einzuholen.

00:31:16: Also ist ja wie bei krassen Diagnosen und Behandlungen wo man ja auch erstmal schaut muss es denn jetzt diese Therapie sein?

00:31:22: Genau!

00:31:24: Ja also wenn du nichts mehr zu ergänzen hast... Ich glaube wir haben hier über verschiedenste Themen gesprochen und falls du gemerkt hast, du fühlst dich angesprochen oder du hast Herausforderungen.

00:31:34: Oder vielleicht mein Thema dass wir noch gar nicht angesprochen haben freue ich mich über Kontaktaufnahme.

00:31:38: Du kannst uns direkt über die Informationen deine Sorgen teilen oder auch einfach mal ein kostenfreies Beratungsgespräch führen.

00:31:47: Ich freu mich immer über Feedback und natürlich jede Person die regelmäßig hier rein hört.

00:31:52: Wir haben noch einige coole Themen vor uns.

00:31:55: bedanke mich für Das Gespräch mit dir ohne.

00:31:58: Vielen Dank!

00:31:58: Ich bedanke mich bei dir fürs Zuhören und dann hören wir uns bei der nächsten Folge.

00:32:03: Bis später!

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